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CNC462 : Neue Ideen fürs Schleifen

Die neue CNC462 ist optimiert zum Schleifen in der Serienfertigung. Bevorzugte Einsatzbereiche sind In-
nen- und Außenrundschleifen mit konventionellen und hochfesten Schneidstoffen (CBN). Eine Steuerung
nach dem Stand der Technik muß in der Lage sein, die letzten Entwicklungen der Fertigungstechnologie
umzusetzen, und an der Maschine sicher handhabbar zu machen. Darüber hinaus muss sie auch eine
gute Plattform darstellen, um in der Zukunft die Verfahren in die Produktionshallen zu bringen, die derzeit
noch in den Labors erprobt werden.


Hier geht es um:
• sichere Qualität
• Maßhaltigkeit
• Oberflächengüte
• Geringe Neben- und Hauptzeit und damit
• optimierte Boden-Boden-Zeit

 
 
 
 
 
 

CNC462 : Neue Ideen fürs Schleifen

Adaptives Schleifen
Adaptive Constraint Control (ACC) ist ein Verfahren, das die Schnittkraft der Schleifscheibe entsprechend
den äußeren Bedingungen kontrolliert und nachregelt.
In der CNC462 wird adaptives Schleifen auf einfache Weise realisiert. Die Schnittkraftmessung erfolgt
über die Komponente Tangentialkraft; diese ist ohne viel Sensorik im Arbeitsbereich meßbar, indem die
elektrische Leistungsaufnahme der Schleifspindel über einen Meßwandler im Schaltschrank gemessen
und entsprechend umgesetzt wird. Die Nachregelung nach den äußeren Bedingungen ist auf den Punkt
gebracht, indem die Veränderung des Schleifscheibendurchmessers (beim Innenschleifen wichtig) be-
rücksichtigt wird. Alle anderen Größen sind durch die Grundeinstellung gegeben beziehungsweise werden
ad hoc gemessen (Leerlaufleistung). Andere Störgrößen sind erfahrungsgemäß von geringer technischer
Bedeutung und bleiben hier unberücksichtigt, um den Regelprozeß einfach und übersichtlich zu halten.
Das ist auch der Grund, warum ACC-Steuerungen nach diesem Verfahren Eingang in die Fertigung und
breite Akzeptanz gefunden haben.
AutoTast
Diese Funktion ist kein Add-On, sondern ist durch das ACC-Verfahren zu Nulltarif gegeben. Ist nämlich
die Schleifscheibe nicht im Eingriff, so verfährt der Zustellschlitten mit erhöhter Geschwindigkeit solange,
bis das Werkstück berührt wird. Dann wird aber sofort auf diejenige Zustellgeschwindigkeit ausgeregelt,
die für Werkstück und Schleifscheibe optimal ist.
Abricht-Überwachung
Beim Abrichten ist ein Sensor aktiviert, der die Berührung des Abrichtwerkzeuges mit der Schleifscheibe
überwacht. In der Standardversion wird der Anfangs- und Endpunkt der Berührung notiert und mit der
Scheibenbreite verglichen.
Adaptives Abrichten
Vor allem bei CBN-Schleifscheiben ist der Abrichtzeitpunkt oft durch ungleichmäßigen Verschleiß gege-
ben. Um diesen Zeitpunkt richtig zu erkennen, besteht die Möglichkeit, in ähnlicher Weise wie beim
Adaptiv-Schleifen das Scheibenprofil im Sub-µ-Bereich abzutasten und das Abrichten abhängig von der
Profilform einzuleiten. Für Maschinen, die nicht über eine hinreichend feinfühlige Zustellung verfügen,
wurde ein Interface für piezoelektrische Stellglieder vorgesehen.

Diagnose
Ein leistungsfähiges Diagnosesystem hilft, Rüstzeiten gering zu halten und im Störfalle lassen sich durch
klare und aussagekräftige Diagnosemeldungen Fehler schnell beheben.
Die CNC462 ist selbstverständlich mit Klartext-Diagnose ausgestattet, welches die diagnostizierbaren
Störzustände in der jeweiligen Landessprache anzeigt. Darüber hinaus ist das Diagnosesystem
lernfähig. Ist ein Störzustand an der Maschine während der Systemprogrammierung nicht umfassend
genug umschrieben worden, kann vor Ort die Meldung ergänzt werden. Auch Bemerkungen und
Hinweise lassen sich anfügen. (Diese Möglichkeit kann für den Zugriff Unbefugter gesperrt werden.)

Die Diagnosetexte liegen intern als ASCII-Daten vor. Sie können daher über Schnittstellen übertragen
und außerhalb der Maschine mit einem Texteditor bearbeitet werden.
Bei der CNC462 wurde die Möglichkeit vorgesehen, das Diagnosesystem sehr viel weiter auszubauen.
Das Einblenden von Elektro- oder Hydraulikplänen mit Markierung des Signalpfades, der die Störung
verursacht, kann einen sehr effektiven Reparaturhinweis geben. Der dafür nötige Aufwand bei der
Vorbereitung lohnt vor allem bei mehreren Maschinen gleicher Bauart.

Betriebssicherheit
Die Steuerungen der Baureihe CNC46x sind für hohe Verfügbarkeit ausgelegt. Sie werden scharfen Test-
bedingungen unterworfen. Dazu zählen Temperaturprüfungen bis 70 °C und Störimpulsfestigkeit
nach IEC 801, Level 2KV (VDE-Norm 0843).

Technische Daten
Aufbau: Die CNC462 besteht aus Bedienrechner und Steuerrechner. Der Bedienrechner ist
einem VGA Farbbildschirm ausgestattet. Die Hardware entspricht einem Industrie-PC
ohne mechanische Laufwerke.

Der Steuerrechner ist untergliedert in Funktionsgruppen für Ablauf und Achsansteuer-
ung. Die Achsbaugurppen sind modular von 2 bis 16 Achsen ausbaubar. Die Achsen
können einzeln oder in Paaren angeordnet werden und werden von ASICS gesteuert,
die mit einer Bitbreite von 24 Bit rechnen.

Ausstattung: Bedienrechner:
19"-Einschub mit Flachtastatur und
Farbgrafik-Bildschirm mit 640x480 VGA
Betriebssystem MS-DOS auf Silicon Disc
Serielle Schnittstelle: RS232C
Paralelle Schnittstelle: Centronics

Steuerechner:
DC- oder AC-Achsen
Linearbetrieb und Bahn-Interpolation

Verfahrgeschwindigkeiten:
Minimalgeschwindigkeit 0,1 Schritte/s
Maximalgeschwindigkeiten:
- 100 000 Schritte/s in Kurveninterpolation
- 200 000 Schritte/s in Linearinterpolation
- 330 000 Schritte/s als Einzelachsen
56 Eingänge 24 VDC 0.020 A
16 Ausgänge 24 VDC 0.500 A
16 Ausgänge 24 VDC 2.000 A
Achseingänge kompatibel mit ROD 426 (Heidenhain)
Achsausgänge +/-10V 0.010A
Ablaufprogrammierung, SPS-Programmierung, Geometrieparameter und Technologie-
parameter über Bildschirmeditor. Externe SPS anschliessbar.
Spannungsversorgung 220V +/-10%, 50Hz, 250W